Drogen auf der Wuppertaler Nordbahntrasse :
„Alkohol ist immer noch ein großes Tabu-Thema“
WZ Wuppertal 24.05.2019

Gabriele Kirchner (Suchttherapeutin der Caritas), Ina Rath (Sozialtherapeutin der Beratungsstelle Drogenprobleme), Thomas Rehbein (Beratungstelle Drogenprobleme), Jürgen Heimchen (Elterninitiative Drogenarbeit) und Jürgen Zielke-Reinhardt (Blaues Kreuzes, v.l.). Foto: Bartsch,G. (b13)

Der Caritasverband, das Blaue Kreuz und weitere Kooperationspartner haben mit einem Aktionstag auf die Folgen der oft unterschätzten Droge hingewiesen.

 

Die Sicht wird unscharf, die Perspektive verzerrt sich und das Umfeld scheint gleich doppelt vorhanden zu sein. Was eben noch mühelos klappte – auf einer geraden Linie Fuß an Fuß setzen, dann Markierungen auf dem Boden folgen – ist jetzt eine echte Herausforderung. Es kostet große Mühe, die Balance zu halten und der kleine Parcours lässt sich nur schwankend absolvieren.



Die sogenannte „Rauschbrille“ zeigt im Selbstversuch eindrucksvoll, wie Alkohol auf den Körper und die Wahrnehmung wirkt. Durch eine spezielle Prismenfolie werden in diesem Fall 1,2 Promille simuliert. Wer das tatsächlich erreicht und sich noch hinters Steuer setzt, handelt nicht nur unverantwortlich, sondern macht sich außerdem strafbar. Dafür wären zwar schon einige Gläser

 

zu leeren, aber bei einer feuchtfröhlichen Party geht das schneller, als man denkt.

 

Aktionswoche

 

Kooperationspartner Zu den Wuppertaler Kooperationspartnern der Aktionswoche gehören die Beratungsstelle für Drogenprobleme, das Blaue Kreuz, der Caritasverband Wuppertal/Solingen, die Elterninitiative für akzeptierende Drogenarbeit, die Fachstelle für Suchtprävention, der Freundes- und Förderkreis für Suchtkrankenhilfe, die Guttempler, die Polizei, die sozialtherapeutische Kinder-und Jugendarbeit und der Verein für psychosoziale Selbsthilfe und Angehörigengruppen. Mehr Infos unter:

 

aktionswoche-alkohol.de

 

„Dieser Wert kann bei einem 73 Kilo schweren Mann schon durch drei relativ schnell hintereinander getrunkene Halbliter Flaschen Bier erreicht werden“, erklärt Thomas Rehbein von der Fachstelle für Suchtprävention. Doch schon deutlich darunter liegt bei 0,3 Promille eine relative Fahruntüchtigkeit vor. „Wir möchten die Einschränkungen bei der Wahrnehmung durch die Simulation ganz praktisch verdeutlichen“, sagt Rehbein. Er beteiligte sich gestern zusammen mit anderen Einrichtungen und Initiativen der Suchthilfe, Suchtselbsthilfe, Jugendhilfe und Suchtprävention an einem gemeinsamen Aktionstag.

 

Bundesweite Aktionswoche
zum Thema Alkohol

 

Die Veranstaltung am Loher Bahnhof fand im Rahmen einer bundesweiten Aktionswoche zum Thema Alkohol statt. Dabei wurde mit Infoständen, Mitmachaktionen und im direkten Dialog auf die Gefahren der gesellschaftlich nach wie vor akzeptierten Droge aufmerksam gemacht. Der Standort direkt an der Nordbahntrasse war nicht zufällig gewählt. Denn auch hier kann der Konsum schwerwiegende Folgen haben. „Alkohol und Radfahren vertragen sich nicht“, betont Ina Rath von der Fachstelle für Suchtvorbeugung. Sie verweist auf das große Unfallrisiko. Vielen Nutzern der Trasse sei außerdem nicht klar, dass sie durch eine alkoholisierte Fahrt auf dem Rad ihren Führerschein riskieren. Im Mittelpunkt der Aktionswoche „Weniger ist besser“ stehen in diesem Jahr allerdings schwerpunktmäßig die Risiken des Alkoholkonsums am Arbeitsplatz. Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen sei davon auszugehen, dass zehn Prozent aller Beschäftigten aus gesundheitlicher Sicht zu viel trinken.

Fatale Folgen
für Unternehmen

 

„Das ist immer noch ein großes Tabuthema“, sagt Gabriele Kirchner von der Suchthilfe der Caritas Wuppertal/Solingen. Aus Scham würden viele Betroffene und auch ihre Kollegen ein Suchtproblem verschweigen. Das hat auch fatale Folgen für die Wirtschaftskraft der Unternehmen. Laut Statistik der Hauptstelle fehlen Arbeitnehmer mit einer Suchtproblematik bis zu 16-mal häufiger als die Gesamtbelegschaft. Das kostet viel Geld: Durch Arbeitsausfälle, Frührente oder Rehabilitationen entstünden der Volkswirtschaft geschätzte Kosten in Höhe von rund 30 Milliarden Euro pro Jahr. Dazu addieren sich durch alkoholbedingte Unfälle am Arbeitsplatz weitere Kosten von rund neun Milliarden Euro.

 

Und auch im Zusammenhang mit Berufsausbildungen gelten Alkoholprobleme als die häufigste Ursache bei Fehlzeiten, Leistungseinbußen und Arbeitsunfällen im Betrieb. „Über diese und andere negative Folgen möchten wir mit dem Aktionstag aufklären“, sagt Gabriele Kirchner. Dabei sollen den Unternehmen seitens der Kooperationspartner der Suchthilfe konkrete Hilfestellungen angeboten werden. „Firmen können sich diesbezüglich jederzeit bei uns melden“, so Kirchner.

 

 


Umzug Oberdörnen/Heckinghauser Str., Situationsbericht, Stand: 31.12.2018

Oberdörnen:

Die Räume sind leer und sauber ausgefegt, die Zählerstände abgelesen.

Heckinghauser Str. 169: 

Die Bauarbeiten sind abgeschlossen, die Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallationen fertig gestellt.

Der Umzug fand am 27.12. statt, ausgeführt durch einen Umzugsunternehmer, mit tatkräftiger Unterstützung von Ralf Hinz und J. Zielke-Reinhardt. Regina Kampa und Ilse Straube sorgten für das leibliche Wohl und sorgten für erste Dekoration der Räumen. Zuvor hatte eine Reinigungsfirma bereits ab 6:00 Uhr morgens die Bodenfliesen und die Fensterflächen gründlich gesäubert.

In der ersten Woche des neuen Jahres wird dann noch die Küche endgültig aufgestellt, die restlichen Tapezier- und Bodenbelagsarbeiten ausgeführt und die Beklebung der Schaufensterflächen in Angriff gemommen, dass voraussichtlich das erste Wandertreffen in 2019 bereits in den neuen Räumen erfolgen kann

 Die Bauplanung und Überwachung hatte Günter Straube übernommen.Der Anschluss von Internet/Telefon war etwas aufwendiger, da die Kabelverlegung über die Obergeschoßwohnung erfolgen musste. (Zum Glück für uns vom Hauseigentümer selbst bewohnt)

vom 20.12-22.12. führten Jürgen Zielke-Reinhardt, Günter Straube und Rolf Sieper Tapezier- und Anstricharbeiten durch.

Am 28.12. hat Ilse Straube mit Teilnehmerinnen aus der Kreativabteilung alle Umzugskartons ausgeräumt und in die entsprechenden Regale und Schränke eingeräumt.

 


Ich bin überzeugt davon, dass uns dieser Schritt, mehr in die Öffentlichkeit hinein, weiter voran bringt. 

Günter Straube



Abschied von den Vereinsräumen, Oberdörnen 25 a

 

Am 16.12.2018 hat die Wandergruppe, nach einer kurzen Wanderung vom Oberdörnen zum Kleinen Werth 34  –

 

 

Wir freuen uns schon auf den neuen Standort in der Heckinghauser Str. 169, von dem aus wir dann im nächsten Jahr wieder schöne Wanderungen unternehmen werden, selbstverständlich mit anschließender gemeinsamen Runde bei Kaffee, Kuchen und Herzhaften.

– verbunden mit Besichtigung der neuen Räume in denen das OV-Büro, Gruppenräume, die Beratungsstelle und das BeWo untergebracht sind – und zurück, in gemütlichem Beisammensein (das nach jeder Wanderung stattfindet) Abschied vom Oberdörnen genommen.



Das Blaue Kreuz ist "TROCKEN gefallen"

Unter diesem – nachträglichen - Motto haben 15 Mitglieder und Freunde des Ortsvereins Wuppertal vom 24. bis 29. Juni 2018 das niederländische Wattenmeer unsicher gemacht. Am Sonntag Abend, nach dem Einchecken auf unserem Schiff der ELBRICH,

 wurde inHarlingen noch die obligatorische „Fritten-Hölle“ besucht. Die ELBRICH bietet mit Zweier Kabinen, jeweils mit eigener Toilette und Dusche, einen tollen Komfort. Im Jahr der Gründung des Blauen Kreuzes in Deutschland  1885 lief die ELBRICH vom Stapel. Am Montag  Morgen segelten wir mit ablaufendem Wasser gegen den Wind nach Norden Richtung Terschelling.  Ergebnis: Alle haben unter


größtmöglichem körperlichem Einsatz mit angefasst und unter Anleitung die über 200 qm Segelfläche der ELBRICH mehrfach vom Steuerbord auf dem Backbord Bug und umgekehrt gewechselt. In Terschelling angekommen wurde die wichtigste Maschine an Bord, die Kaffeemaschine, wieder mit „Landstrom“ versorgt. Der mitgebrachte selbstgebackene Kuchen mundete dann sehr. Die gruppenweise Erforschung von  West Terschelling nutzten einige zum obligatorischen Kibbeling und Matjes Essen.  Dienstag ging es dann ostwärts mit halben Wind nach Nes auf Ameland. Unterwegs begrüßten uns die Seehunde auf ihren Liegeplätzen,  die wir auch am nächsten Tag besichtigen durften. In Nes angekommen gab es bei der Ortsbesichtigung neben Eis auch Kibbeling. Am nächsten wunderschönen sonnigen Tag hatten wir achterlichen Wind. Westwärts suchten wir uns einen Platz im Wattenmeer zum TROCKEN fallen. Am Nachmittag war dann soweit, bei Ebbe Niedrigstand lag unser Plattbodenschiff auf dem Watt fest.  Wir nutzen den extrem hohen Wasserstand  von 10 cm im Watt, um unser Schiff herumzulaufen,


Muschelschalen zu sammeln und Krebse zu beobachten. Bei einlaufender Flut mussten dann 7 Hilfsmatrosen als menschlicher Ballast in´s Spinnackernetz, damit wir schneller wieder lossegeln konnten. Bis zur nächsten Fahrrinne dauerte es nicht lange, wir warfen den Ankerund übernachteten auf dem Wattenmeer. Donnerstag erreichten wir mit ein paar seglerischen Kniffen den Hafen von Oost Vlieland. Dort fand im Restaurant Lutine unser gemeinsames Abschiedsessen mit dem Skipper un siiner Fru statt. Ein schöner Abend mit der wahrscheinlich einzig nüchternen Besatzung eines holländischen Plattbodenschiffes auf dem niederländischen Wattenmeer. Am letzten Tag konnten wir uns Zeit lassen und bummelten mit halbem Wind von Oost Vlieland Richtung Harlingen. Am frühen Nachmittag befreiten wir unsere PKW´s vom Parkplatz, wo sie brav auf uns gewartet hatten und die einzelnen Teams fuhren nach einer wunderschönen gemeinsamem Woche Richtung Heimat.         weitere Bilder in der Gallerie


Ausstellung der Kreativgruppe des Ortsvereins

Ausstellung der Kreativgruppe am 1.Oktober 2017 beim Kaffeetreff. Am 1. Oktober 2017 stellte die Kreativgruppe im Rahmen des monatlichen Kaffeetreffs einen Teil der Werkstücke aus dem Bereich der Töpferei, Seidenmalen und Kreidemalerei aus. Das Kaffeetreffteam sorgte mit einer großen Auswahl selbstgebackenem Kuchen für das leibliche Wohl. Sogar für die musikalische Untermalung war gesorgt. Herr B. spielte auf seinem K-Bord und sorgte so für eine stimmungsvolle akustische Atmosphäre und es ergaben sich viele interessante Gespräche über die Arbeitsmethoden und Zeitabläufe der einzelnen Arbeitstechniken. „Gerne mal wieder“ war die Resonanz über diesen gelungenen Nachmittag.                 Bilder von der Ausstellung


125 Jahre ehrenamtliche Suchthilfe im Tal der Wupper,

„Dies ist der Tag, den der Herr macht! Lasst und freuen und fröhlich an ihm sein!“ – mit diesem Wort aus Psalm 118,24 eröffnete unser 1. Vorsitzender Jürgen Zielke-Reinhardt die Feier zu unserem 125-jährigen Vereinsjubiläum am 13. Mai 2017 in der Immanuelskirche in Wupperfeld..

Unsere beiden Vorstandsmitglieder Claudia Dammasch und Rolf Gerhards führten durch das abwechslungsreiche Programm. Begonnen wurde um 11 Uhr mit einigen Grußworten. Nach dem anschließenden Mittagessen begann um 14 Uhr die Festversammlung.

Umrahmt wurden die einzelnen Programm-Punkte von der

 Musikgruppe "Wiedersprecher" aus Schwelm, die ihre einzelnen Musikstücke wunderbar zu unserem Jubiläum ausgesucht hatten, und auch die gemeinsam gesungenen Lieder begleitete.

Zu unserer Jubiläumsfeier konnten wir ca. 150 Gäste begrüßen. Neben dem Oberbürgermeister unserer Stadt, Herrn Andreas Mucke, und Bezirksbürgermeister des Bezirks Heckinghausen, Herrn Christof Brüssermann, waren auch Vertreter der anderen Suchtselbsthilfe-verbände, unserer Bundeszentrale und der Wuppertaler Blaukreuz-Einrichtungen, sowie aus verschiedenen Blaukreuz-Vereinen und Gruppen der Umgebung und natürlich viele unsere Wuppertaler Mitglieder und Freunde erschienen.

Unser Bundesgeschäftsführer Reinhard Jahr machte in seiner Festansprache noch einmal die wichtige Zusammenarbeit auf allen Ebenen innerhalb Blauen Kreuzes deutlich, um suchtkranken Menschen und ihren Angehörigen wirklich umfassend helfen zu können. Jeder Einzelne ist dabei gefragt. Die Jubiläumsfeier schloss mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken in fröhlicher Gemeinschaft.

Wir sind unserem himmlischen Vater von Herzen dankbar, dass wir diesen Tag gemeinsam erleben konnten. zur Bildergalerei